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Peter auf Erlebnis- und Tauchreise in Japan

Peter auf Erlebnis- und Tauchreise in Japan

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TAUCHEN UND KULTUR IN JAPAN IM NOVEMBER 2018

Unser lieber Peter war im November 2018 mit Hedda Höpfner von der TAUCHEN auf großer Japan-Entdeckungsreise und hat uns über Facebook auf dem Laufenden gehalten. Hier haben wir seinen Bericht zusammengefasst:

“…Vor sechs Tagen bestieg ich den Flieger Richtung Okinawa, Süd-Japan. Ich war absolut gespannt, was mich im Lande der Geishas und Samurais so alles erwarten wird. Japan ist absolutes Neuland für mich. Und Tauchen in Japan erst recht. Nach einer knappen Woche kann ich nun sagen: Japan ist der Wahnsinn! Absolut anders, voller Überraschungen, faszinierend, einzigartig, mit super freundlichen und höflichen Menschen!

Erstes Ziel unseres Trips: Aka Island, ein kleines Inselchen inmitten des Kerama-Nationalparks mit weißen Sandstränden, türkisblauem Meer, grünen Hügeln, den überall präsenten typischen Kerama-Hirschen und gerade mal 300 Einheimischen. Hier durfte ich im Marine House der Seasir-Tauchbasis Aka Island wohnen. Eine einfache Taucherunterkunft mit überraschend großen, sauberen und gut ausgestatteten Zimmern. Weitere Überraschungen waren bei jeder Mahlzeit angesagt: Die Speisekarte mit Bildern und ausschließlich in Japanisch gehalten, ließ nur vermuten, was man anschließend zu essen bekam. Auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, was ich alles gegessen habe, es hat immer sehr lecker geschmeckt. Aber jetzt zum Wichtigsten und dem Hauptgrund meiner Reise in den Süden Japans, das Tauchen:

Die hervorragend und superfreundlich geführte Seasir-Tauchbasis verzichtet rein äußerlich auf allen Schnickschnack – wie alle Tauchshops, die wir hier vorgefunden haben. Und wie überhaupt alles von Menschenhand Geschaffene auf dieser Insel. Gleich bei Ankunft fällt der hässlich graue Hafen und die imposante Brücke zur Nachbarinsel Geruma auf – beides in kaltem Betonlook gehalten. Auch der Hauptort selbst ist keine architektonische Schönheit. Die Häuser sind mit mannshohen betongrauen Mauern umgeben, alles im Hinblick auf ein bestmögliches Trotzen gegen die Gewalten der heftigen Taifune, die im Sommer über die Insel herziehen. So auch die Seasir-Tauchbasis: Untergebracht in unscheinbaren grauen Blechcontainern glänzt die Basis allerdings mit bestem und neustem Equipment sowie drei top ausgestatteten Tauchbooten für 12, 15 und 20 Tauchgäste.

Unter Wasser geht es mindestens ebenso faszinierend weiter wie dieses japanische Inselparadies über Wasser verspricht: Faszinierende, teils spektakuläre Unterwasserlandschaften mit unglaublichen Felsformationen, Canyons und Höhlen gepaart mit Sichtweiten um 30 bis 40 m, tropischen Korallenriffen und jeder Menge Leben. Reine Großfischfreaks sind hier allerdings falsch. Auch wenn man im Winter eine fast 100%-Garantie geben kann, Buckelwale zu sehen, ist das größte, was hier unter Wasser entdeckt werden kann, mit Glück ein Manta, immer wieder Weißspitzenriffhaie, dafür aber regelmäßig Schildkröten, viel Schwarmfisch und (fast) alles, was das Makroherz begehrt. Einzigartig ist der wunderschöne und endemische Yasha Goby, den die Guides von Seasir auf Wunsch zielsicher aufspüren. Bei Wassertemperaturen um 26° jetzt im November nutzt man dann auch gerne das Angebot von bis zu vier Tauchgängen täglich.

Ja…, und nun winke ich Aka-Island schon wieder von der Fähre Richtung Naha wehmütig zu. Und freue mich gleichzeitig auf den zweiten Teil dieser außergewöhnlichen Reise, auf Osaka, die Region um Kyoto und Wakayama. Hier werden wir auf den Spuren der Samurai atemberaubende Landschaften und imposante Tempelanlagen erkunden. Und ich werde sicherlich wieder einige Überraschungen, nicht nur kulinarisch, erleben dürfen. Ich bin mega gespannt…

Gestern ging es los zum dem zweiten Teil unserer Japanreise: Nach einem zweistündigen Flug vom südlichen Okinawa Richtung Norden nach Osaka, durften wir in der Kyoto-Region in einem tollen 4*-Sternehotel mit Meerblick, dem Hashidate Bay Hotel, übernachten. Absolutes Kontrastprogramm übrigens zu unserer nächsten Übernachtungsmöglichkeit… Aber der Reihe nach:

Gestern war zunächst ein eher touristisches aber sehr eindrucksvolles Besichtigungsprogramm angesagt: Wunderschön das traditionelle Fischerdorf Ine mit 230 eng an eng gebauten Fischerhäuschen direkt am Wasser. Nach dem Besuch des wichtigsten Tempels in dieser Region, dem Motoise Kono Shrine ging es dann weiter mit einer Zahnradbahn auf eine schöne Aussichtplattform mit tollem Blick über den goldbraunen Herbstwald auf das Japanische Meer und Amanohashidate, einem 2,5 km langen natürlichen Damm mit schönen Stränden und altem schattigen Baumbestand. Hier haben wir uns sportlich betätigt und sind mit – für gestandene Westeuropäer viel zu kleinen – Leihbikes darüber geradelt. Keiji, unser lokaler Fahrer und Guide sammelte uns wieder auf und steuerte zielstrebig, nach einem Zwischenstopp an einem idyllischen Wasserfall, Richtung Ayabe. In eine Region, wo man noch das andere, das ländliche und ursprüngliche Japan vorfindet.

Dort bezogen wir im Bergdorf Kamiyata unsere Unterkunft für diese Nacht: einen urigen Reisbauernhof mit ländlich rustikaler Atmosphäre. Unsere Gastgeber verwöhnten uns bei heimeliger Atmosphäre vor einem lodernden Feuer mit heißem Tee und einem superleckeren Abendessen. Müde von den Eindrücken und Strapazen des Tages legte ich mich dann schon früh auf meinen mit einer “Yutanpo” (einer japanischen Bettflasche) vorgewärmten Futon schlafen.

Nach einem total leckeren japanischen Frühstück fuhren wir früh los zu einer mehr als 800 Jahre alten Papiermanufktur. Diese ist in einem wunderschön im Tal gelegenen ehemaligen Samuraidorf gelegen, direkt an einem kristallklaren Bergfluss. Es ist absolut beeindruckend, wie hier Papier in jahrhundertealter Tradition hergestellt und was nachträglich alles daraus gezaubert wird: kunstvolles Schreibpapier, Blöcke, Kalender, Bücher, Fächer, Sonnenschirme, sogar Trennwände und prachtvolle Kleidung. Die nächsten 5 Stunden verbrachten wir damit, landestypisch mit Bus uns Zug nach Koyasan, Wakayama zu fahren. Total beeindruckend der Umstieg in Osaka. Der Bahnhof, die Metro, das ist eine unterirdische Stadt für sich. Typisch japanisch wieder im Zug die Schaffner, die sich beim Betreten und Verlassen der Zugabteile respektvoll verneigen. Das letzte Stück ging mit einer Zahnradbahn hoch nach Koyasan. Einer imposanten Tempelstadt mit gesamt 117 Tempeln!

Und wenn Ihr denkt japantypischer als im Reisbauernhof zu übernachten geht nicht mehr, weit gefehlt, heute wird im Tempel bei den Mönchen übernachtet…

Ich bin gestern Morgen etwas gerädert um 06:30 Uhr aufgestanden und schlaftrunken Richtung Waschraum gewankt. Die Zimmer im Kloster waren zwar angenehm groß und recht komfortabel, allerdings sind die dünnen Trennwände äußerst hellhörig. Wenn sich dann direkt angrenzend links und rechts von mir jeweils 5 Japaner ein Zimmer teilen, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, was da bei Nacht akustisch so abging… Trotzdem war dieser Aufenthalt im buddhistischen Tempel mit seinen freundlichen aber bestimmenden Mönchen und den öffentlichen heiligen Zeremonien äußerst interessant und (wieder mal) auch kulinarisch ein Highlight.

Übrigens kann man in Koyasan gar nicht anders, als in Tempeln oder Klöstern zu übernachten, Hotels oder Pensionen sucht man hier vergebens. Nach dem von den Mönchen gereichten Frühstück ging es weiter auf Entdeckungstour in Koyasan. Man wird hier regelrecht erschlagen von imposanten Tempeln, kunstvollen Pagoden und geheimnisvollen Schreinen. Und das alles vor und in einer herbstlich bunten Waldkulisse. Einzigartig, mystisch – einfach wahnsinnig beeindruckend. Der Gang über den riesigen buddhistischen Friedhof unter mächtigem uraltem Baumbestand sowie eine kurze Wanderung auf dem japanischen Gegenstück zum Jakobsweg, dem “Kumano Kodo”, rundeten das beeindruckende Besichtigungsprogramm dieses Tages vollends ab.

Unsere leider schon letzte Nacht waren wir in einem Hotel in Natschikatsuura direkt am Meer untergebracht. Ito, unser lokaler Guide ließ ein feudales japanisches Dinner auftischen mit bestimmt um die 20 verschiedenen lokalen Köstlichkeiten von Sushi und Sashimi über Seegurke und Anglerfischleber bis zu so “gewöhnlichen” Speisen wie Hummer und Jakobsmuscheln – einfach nur köstlich. Den Abend ließen wir ganz entspannt im hoteleigenen “Onsen”, einer Art Thermalbad, ausklingen.

Nach einer erholsamen Nacht ging’s dann gleich frühmorgens auf den Thunfischmarkt. So gerne ich Fisch esse, blutet mir dennoch immer das Herz, wenn ich diese kraftvollen Tiere in solchen Mengen tot in der Verkaufshalle liegen sehe. Das nächste Highlight war eine wunderschöne Pagode vor Japans längsten Wasserfall (135 m). Ja, und dann ging’s auch schon langsam Richtung Flughafen Osaka Kansai. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch einige weitere Naturschönheiten bewundern, bevor es dann ans Abschied nehmen ging. Abschied von unseren zwei sehr kompetenten Begleitern Giordano und Ito und erst recht von diesem so einzigartigen und beeindruckenden Reiseland Japan.

Ich werde ganz sicher wieder kommen…
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