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Tauchreise Indonesien: Monika im Critter-Himmel

Tauchreise Indonesien: Monika im Critter-Himmel

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MEINE SULAWESI TAUCHREISE IM MAI 2019

Schon bei der Ankunft im Lembeh Resort bin ich hellauf begeistert. Das Resort liegt wunderschön in einer kleinen Privatbucht auf der Insel Lembeh und ist von einem großen tropischen Garten umgeben. Ein kleiner Pool mit Bar (und gratis Snacks) lädt zum Verweilen nach dem Tauchen ein.

Exzellenter Service ist hier an der Tagesordnung, das Personal ist sehr zuvorkommend und hervorragend organisiert. Das Essen ist ausgezeichnet und abwechslungsreich – von selbst gebackenem Brot, hausgemachtem Eis, verschiedenen Speisen (auch für Vegetarier), Currygerichten und leckeren Nachspeisen ist hier für Jeden etwas dabei.

Mein Zimmertipp: Die herrlichen Luxury Cottages, welche etwas erhöht am Hang liegen. Sie sind sehr geschmackvoll eingerichtet und bieten einen tollen Blick auf das Meer und das gegenüberliegende Festland. Abends gibt es einen Turn-Down-Service mit kleinem Betthupferl. 

Das Tauchen in der Lembeh Strait wird als “Muck” Tauchen bezeichnet. Beim Muck-Diving dreht sich alles um die interessanten und seltenen Kreaturen (“Critters”), die die schwarzen Sandabhänge der Lembeh Strait bewohnen. Aber wer denkt, dass man dort nur Mini-Lebewesen findet, irrt. Es gibt durchaus einige schöne Korallenflächen und man braucht eher selten eine Lupe, um die Critters zu betrachten.

Ein toller Service, dass die erfahrenen Tauchguides nicht nur mit ihren Adleraugen die verschiedenen Critters finden, sondern auch gleich den entsprechenden Namen des Viechs auf einer Magnettafel unter Wasser aufschreiben und am Ende des Tauchgangs eine Mitschrift aller gefundenen Lebewesen zum Abfotografieren auf der Tafel präsentieren. 

Leider findet man unter Wasser und vorbeitreibend an der Oberfläche ab und zu Müll, auch wegen der nahe gelegenen Stadt Bitung. Die Artenvielfalt dazwischen ist jedoch unfassbar genial! Wer einmal in Lembeh getaucht ist, wird sicherlich – wie ich selbst – vom Makro-Tauchvirus befallen, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken: Anglerfische in allen Größen und Farben, Haarige Anglerfische, Oktopusse (Kokosnuss, Mimik, Wunderpuss, Hairy, Blue Ring), Pygmäenseepferden, Seepferchen, Nacktschnecken in allen Variationen, Garnelen, Schaukelfische, Sterngucker, Muränen- und Geistermuränen, Schlangenaale, Mandarinfische, Sepia und und und – die Vielfalt ist unglaublich. 

Beim Tauchen braucht man sich um beinahe nichts zu kümmern. Auf den geräumigen Tauchbooten gibt es eine Toilette, Handtücher, Wasser, Früchte und nach jedem Tauchgang fährt man in das Resort zurück (da die Ausfahrten zumeist nur 5-15 Min. dauern). Und als es einmal nachmittags regnet, steht nach der Rückkehr vom Tauchen schon eine Tasse mit heißer Schokolade bereit.

Leider ist der Aufenthalt im Lembeh Resort viel zu schnell vorbei, aber zum Abschluss der Reise sind noch ein paar Übernachtungen im Murex Resort auf der Insel Bangka geplant. Hier ist Robinsonfeeling bei tollen Tauchgängen garantiert.

Bangka liegt nur ca. 60 Minuten per Auto plus eine kurze Bootsfahrt von 20 Minuten vom Flughafen Manado entfernt. Die Tauchboote ankern am schönen weißen Sandstrand der Insel, in nur wenigen Schritten ist man bei der Tauchbasis bzw. im Bungalow. Die Bungalows sind gut und zweckmäßig ausgestattet, das Besondere: von der Terrasse blickt man direkt auf das Meer – Meeresrauschen zum Einschlafen inbegriffen. Strom gibt es in den Bungalows nur zwischen 17h und 7h, allerdings kann man seine Kameras, Akkus etc. im großen Kameraraum laden, der sich direkt neben der Tauchbasis befindet.

Rezeption, Restaurant und Bar befinden sich alle zusammen in einem großen luftigen Gebäude. Zu den Buffet-Mahlzeiten nimmt man an großen Gemeinschaftstischen Platz, wer schnell ist, kann sich auch einen Platz auf der kleinen Außenterrasse mit traumhaften Meerblick sichern. Mich hat besonders die liebenswerte und sehr herzliche Betreuung beeindruckt. Die Angestellten kennen innerhalb von kürzester Zeit den Namen der Gäste und lernen sogar ein wenig Deutsch. Man fühlt sich gleich willkommen und als Teil der „Inselfamilie“.

Morgens ist man normalerweise auf einen Two-Tank-Dive unterwegs, während nachmittags ein Tauchgang bzw. zusätzlich ein Nachttauchgang angeboten wird. Rund um Bangka gibt es sehr schöne Korallentauchplätze, aber auch Makro-Highlights kommen dabei nicht zu kurz – während eines einzigen Tauchgangs haben uns die Guides insgesamt 12 Pygmäenseepferdchen gezeigt! Wunderschön bewachsene Felsen und Wände findet man an Spots wie „Batu Mandi“ und „Tanjung Usi“, teilweise weiß man gar nicht, wo zuerst hinschauen – überall ein Meer von Weichkorallen, aber auch die Steinkorallen sind beeindruckend. Vor und nach dem Tauchen muss man fast nichts tun, die Ausrüstung wird vom Tauchteam vorbereitet und hinterher gespült und aufgehängt.

Nicht verpassen: Ein Nachttauchgang am Tauchplatz “Delphin Point”. Hier taucht man ausschließlich über weißen Sand, aber die Menge an Highlights ist außergewöhnlich. An nur einem Nachttauchgang sahen wir zwei Anglerfische, diverse Blaupunktrochen und Schlangenaale, einen Kokosnuss-Oktopus, einen Steinfisch, Ambon Scorpionfische, Nacktschnecken und einen großen Fangschreckenkrebs.

Mein Fazit: Nord-Sulawesi ist ein außergewöhnliches Tauchziel, welches sich auch perfekt mit einer Liveaboard-Tour auf der Maluku Explorer kombinieren lässt. Aus Zeitgründen habe ich den Bunaken Nationalpark nicht besucht, hier bietet Murex allerdings das sog. “Passport to Paradise” Programm an, mit dem sich die 3 Tauchgebiete Bunaken, Lembeh und Bangka bequem miteinander verbinden lassen.
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