Urlaub auf Gozo in der Corona Krise

Ein Reisebericht unseres lieben Kunden Walter von seiner Reise nach Gozo im Sommer 2020. Viel Spaß beim Lesen!

Zunächst ein paar Worte zu uns. Meine Frau und ich sind keinesfalls Maskenverweigerer oder Verschwörungstheoretiker. Die Corona Krise ist für uns sowohl beruflich als auch privat eine ernst zu nehmende Gegebenheit. Wir arbeiten beide entweder im Homeoffice oder auch bei Kunden oder in der Firma unter entsprechenden Schutzvorkehrungen wie Hygieneregeln und Mund- Nasenschutz, wenn erforderlich. Dies hatte auch für uns zur Folge, dass wir uns den Schritt in diesem Jahr in Urlaub zu gehen reiflich überlegt haben. Nach meiner Meinung sollte man mit der Situation vernünftig und den gegebenen Risiken entsprechend verantwortungsvoll umgehen. Nun auch zu unseren Erfahrungen mit der Reise nach Gozo 🙂 

In Frankfurt am Flughafen herrscht derzeit wirklich eine nie dagewesene Leere. Ich kenne den Flughafen aus normalen Zeiten, da kann man sich kaum aus dem Wege gehen. In diesen Tagen wird scharf kontrolliert ob die Fluggäste und Besucher auch mit entsprechenden Masken ausgestattet sind, an vielen Stellen stehen berührungslose Desinfektionsspender, um sich jederzeit die Hände desinfizieren zu können. Das macht schon einen, den Umständen entsprechend, guten und durchdachten Eindruck. Sich daran halten muss natürlich auch jeder selbst. Allerdings gab es für uns keine schwarzen Schafe zu sehen.

Bus und Flieger sind natürlich voll besetzt, man muss hier unbedingt die Maskenpflicht respektieren, aber dann ist auch dieses Risiko sicherlich ein tragbares.

Auch am Flughafen auf Malta wurde die Maskenpflicht nicht nur eingehalten und kontrolliert, sondern die gesamte Situation ist durchaus geregelt und beherrscht. Das machte für uns bis hin zur Fähre und dem Transfer ins Hotel einen guten Eindruck. Selbstredend sprechen wir nicht von einer Normalsituation, aber von einer Umgebung, in der man sich zu keiner Zeit unwohl fühlen müsste.

Bei Ankunft im Gozo Grand Hotel wurde zunächst mal Temperatur bei uns allen gemessen, jeder bekam eine Erstausrüstung mit Mund- Nasenschutz, Desinfektionstüchern und sogar mit Handschuhen. An der Rezeption ist ein Plexiglasschutz aufgestellt, im gesamten Hotel sind Desinfektionsspender aufgestellt. Auch hier werden Maßnahmen getroffen und umgesetzt, um ein Risiko soweit nur möglich zu minimieren und dennoch den Touristen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. So achtet man beispielsweise beim Betreten der Speisesäle oder der Dachterrasse darauf, dass die Gäste sich auch tatsächlich die Hände desinfizieren. Beim Buffet zum Frühstück werden die Gäste von Personal bedient, am Abendbuffet konnte jeder sich einen eigenen Löffel nehmen, um sich die gewünschten Speisen von den Platten zu holen. Für unseren Geschmack werden Ideen umgesetzt, inwieweit diese dann auch wirklich sinnvoll sind und greifen hängt sicher vom gegebenen Risiko ab, welches allerdings auch versucht wird einzugrenzen.

Nun war der diesjährige Urlaub für uns wieder ein Tauchurlaub. Und auch auf einer Tauchbasis müssen natürlich gewisse Maßnahmen umgesetzt werden. Bei den Extra Divers Gozo wurde das beherzigt. Die einzelnen Gruppen wurden zeitversetzt zu den Tauchplätzen geschickt, um möglichst wenig Taucher gleichzeitig in der Basis zu haben. Desinfektionsmittel steht an verschiedenen Plätzen bereit und ist Voraussetzung für das Betreten der Basis. Leider gibt es auch Regeln, welche uns Tauchern das Leben etwas erschweren, aber es geht hier schließlich um unsere eigene Gesundheit und Sicherheit. Da nimmt man ein paar Unannehmlichkeiten doch auch gerne in Kauf. So waren beispielsweise die Reinigungsbecken für die Anzüge sowie die Masken nicht gefüllt, dies ist eine Vorgabe für die Tauchbasen. Die Neoprenanzüge konnten draußen vor der Tür mit dem Schlauch gereinigt werden. Maske und Regulator mussten mit ins Hotel genommen werden, um nicht mit Geräten anderer Gäste in Berührung zu kommen. Bei der Fahrt zu den Tauchplätzen haben in den Minibussen alle Taucher brav ihre Maske getragen. Hier spürt man auch, dass die Tauchurlauber ein diszipliniertes und verantwortungsbewusstes Völkchen sind. Wir fühlten uns gut betreut und trotz der gesundheitlichen Lage nicht unsicher.

Im Großen und Ganzen war unser Urlaub, auch in dieser besonderen Zeit in diesem Jahr durchaus eine gute Erholung und Entspannung. Sowohl im Hotel als auch auf der Tauchbasis fühlten wir uns gut aufgehoben.

Für beide, sowohl das Gozo Grand Hotel als auch für die Tauchbasis der Extra Divers auf Gozo ein ganz dickes Lob für die Hilfsbereitschaft, den Verantwortungsvollen Umgang mit einer besonderen Herausforderung sowie das Umsetzen der vorgegebenen Maßnahmen und den eigenen Initiativen um die Situation für uns Urlauber so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ansonsten noch ein paar Worte zu unserem gewählten Reiseziel, die Insel Gozo ist definitiv eine Reise wert. Die schönen Küsten, tolle alte Städte und die unzähligen Kirchen bieten vieles zu sehen. Auf Gozo fahren Hop on hop off Busse, die Touren sind so angelegt, dass man wirklich die ganze Insel besichtigen kann. Das ist bei all den Sehenswürdigkeiten gar nicht an einem einzigen Tag machbar. Die Tauchplätze mit ihren tollen Höhlenlandschaften und einigen interessanten Wracks werden ebenfalls nicht langweilig. Daneben gibt es noch viele weitere attraktive Freizeitbeschäftigungen wie Segway oder Quad Touren.

In meinem Fall kam zu einem schönen Urlaub noch eine ganz spezielle Situation, glücklicherweise fast zu Ende des Urlaubes, hinzu. Ich hatte einen Unfall bei dem ich mir eine Sehne gerissen habe. Von der Tauchbasis wurden meine Frau und ich nicht nur zum Krankenhaus gebracht, in die Apotheke chauffiert und sogar Geld für Medikamente ausgelegt. Meine Frau wurde auch am Folgetag nochmal durch Gozo gefahren um sich um die Angelegenheit zu kümmern. Das geht sicher über normales Engagement hinaus. Vielen Dank an Christine von den Extra Divers. Auch im Hotel wurde uns immer wieder geholfen, sei es mit Telefonaten oder auch einfach damit, dass der Hotelmanager selbst persönlich unser Gepäck nach unten brachte.

Alles in allem kann ich für den Urlaub 2020, der nicht nur in einer sehr speziellen Zeit stattfand, sondern für mich persönlich auch noch unter erschwerten Bedingungen enden musste, sicher sagen, wir haben den Urlaub genossen. Wir haben uns trotz aller Umstände erholt und bei verantwortungsvollem Umgang mit der Situation, den vorhandenen Risiken und den bestehenden Bestimmungen, ist es auch mit COVID-19 durchaus möglich eine Reise anzutreten. Unsere Erfahrung zeigt, dass vor Ort oft mehr getan wird, um Risiken zu vermeiden als bei uns Zuhause. Wir Urlauber müssen uns dann auch an die örtlichen Vorschriften halten, das liegt in unserer Verantwortung. Beim Verfolgen der heimischen Nachrichten fühlte ich mich manchmal im Urlaub sicherer als wäre ich Zuhause an bestimmten Plätzen.

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