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Tauchertraum Cocos Island mit Monika

Tauchertraum Cocos Island mit Monika

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COCOS ISLAND/COSTA RICA MIT DER SEA HUNTER IM OKTOBER 2018

Im Oktober wurde für mich ein langjähriger Traum wahr, denn Cocos gilt zu Recht als eines der besten Tauchreviere weltweit. Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Fotos von riesigen Hammerhaischulen. Ich konnte es also trotz der langen Schiffsanreise kaum erwarten, mich auf den Weg zu machen.

Die Anreise mit Iberia über Madrid nach San Jose verlief problemlos und pünktlich. Nach einer Zwischenübernachtung in San Jose – die Stadt hat allerdings nicht viel Sehenswertes zu bieten – wurden wir am nächsten Vormittag zum 2,5-stündigen Transfer nach Puntarenas abgeholt. Angekommen auf der Sea Hunter ging nachmittags los mit der Fahrt. Für alle mit schwachen Mägen empfiehlt sich die Einnahme von Tabletten gegen Seekrankheit, die an Bord ausreichend vorhanden sind. Einmal die lange Anfahrt geschafft, ankert das Schiff immer in einer der ruhigen Buchten und man muss sich keine Sorgen mehr machen, dass es zu stark schaukelt.

Die Sea Hunter ist ein sehr gut durchdachtes, komfortables und geräumiges Schiff mit Sonnendeck, großen Kabinen (Einzel- und Doppelbetten sowie Stockbetten). Jede Kabine besitzt ausreichend Stauraum und ein eigenes Badezimmer. Die Crew ist sehr zuvorkommend und sorgt für besten Service. Leckere Mahlzeiten werden als Buffet serviert, Softdrinks, Säfte und Bier stehen jederzeit gratis zur Verfügung. Nicht umsonst besitzt das Schiff einen hervorragenden Ruf – schön ist auch, dass man von stabilen Hartschalenbooten aus taucht und nicht per Zodiak unterwegs ist.

Bereits nach den ersten Tauchgängen hatten wir den „Cocos Smile“ im Gesicht: Haie en masse! Bei fast jedem Tauchgang sind Hammerhaie zu sehen, sehr oft auch große Galapagoshaie, Seidenhaie und Schwarzspitzenhaie. Weißspitzenhaie gibt es überall zu Hauf. Da sich an den meisten Tauchspots Hammerhai-Putzerstationen befinden, kann man sich bequem vor einer Station platzieren und hinter dem Felsen versteckt auf die Hammerhaie warten, die dort zur Körperpflege Schlange stehen. Je länger man die Luft anhält, desto näher kommt der Hammerhai – man sollte es nicht glauben, aber die Tiere sind scheu. Fette Langusten, Muränen, bunte Kugelfische und knallorange Anglerfische gibt es ebenfalls zu entdecken. Sehr beeindruckt war ich von dem unglaublichen Fischreichtum. Yellow Fin Tunas, die größten ich je gesehen habe, schießen wie Torpedos durch das Wasser, Makrelenschwärme, Barsche, Füsiliere und zahlreiche große Stachelrochen tummeln sich an den Riffen. An Tauchplätzen wie Dirty Rock oder Alcyone weiß man oftmals gar nicht, wo zuerst hinschauen, Hammerhaie überall. Unter anderem sind dort auch mit etwas Glück die großen Hammerhaischulen anzutreffen. Nicht selten gibt es auf Cocos ein Highlight nach dem anderen, neben einem zutraulichen Manta, der uns für 10 Minuten umkreiste, sahen wir bei den Tauchgängen auch einen Tigerhai und Delphine.

Beim Tauchen wurden wir in zwei Teams – Yellow und Blue – eingeteilt. Getaucht wird immer vom geräumigen Beiboot aus, auf dem auch die Flaschen samt Blei gelagert sind – somit entfällt jegliche Schlepperei. Zusätzlich sprechen sich die Schiffe der Aggressor und Undersea Hunter Fleet untereinander ab, so dass immer nur ein Boot/eine Gruppe am Tauchplatz ist. Getaucht wird dreimal am Tag, zweimal vormittags (ca. 8h und 11h) und nachmittags, Nachttauchgänge werden zurzeit nicht durchgeführt. Nach dem Tauchen gibt es immer Früchte bzw. Snacks. Ein sehr angenehmer Service ist auch das Handtuch, welches immer frisch getrocknet bereitgestellt wird.

Da ich während der Regenzeit unterwegs war, gab es zwischendurch öfters einen Schauer. Cocos ist ein sehr niederschlagsreiches Gebiet, das beeinträchtigt aber die Tauchgänge nicht im Geringsten. Im Gegenteil: während der Regenzeit sollen die Haie dort noch zahlreicher vertreten sein. Die Insel selbst ist wunderschön, üppig bewachsen mit zahlreichen Wasserfällen und vielen Vögeln. Zahlreiche Mythen um vergrabene Piratenschätze ranken sind um Cocos, jedoch ist die Schatzsuche verboten, denn das Kleinod im Pazifischen Ozean steht unter Naturschutz. Einmal wird auch ein Landausflug mit Besuch der Rangerstation durchgeführt.

Leider waren unsere 7 Tauchtage viel zu schnell vorbei und so begaben wir uns mit vielen unvergesslichen Eindrücken wieder auf die Rückreise – mit dem festen Vorsatz irgendwann noch einmal wieder zu kommen!

Tauchen: Es wird mit 12 Liter Aluflaschen getaucht (INT-Anschluss). Gegen Voranmeldung und Aufpreis stehen auch 15-Liter Flaschen zur Verfügung. Teilweise gibt es Sprungschichten, deshalb ist ein 5mm mit extra Kopfhaube empfehlenswert. Unbedingt Handschuhe mitnehmen, die Felsen sind mit scharfkantigen Seepocken bewachsen und Seeigel für ein „Cocos-Tattoo“ gibt es ebenfalls zuhauf. Bei 2 Tauchplätzen (Alcyone und Punta Maria) erfolgt der Abstieg am Seil, wegen der Strömung. Generell empfiehlt sich dieses Tauchgebiet eher für erfahrene Taucher. Man sollte unbedingt über einen Nitrox-Schein verfügen, da man sonst zu schnell an das Ende der Nullzeit kommt.

Costa Rica ist auch über Wasser ein großartiges und abwechslungsreiches Reiseland. Egal ob Standurlaub, Nationalparkbesichtigungen, Wandern, Rafting oder Canopy – hier ist für jeden etwas dabei. Costa Rica besitzt eine einzigartige Tierwelt. In den Nationalparks bzw. im Nebelwald können Nasenbären, Affen, seltene Frösche, Kolibris, niedliche Faultiere und vieles mehr besichtigt werden. Vor oder nach der Safari sollte man unbedingt noch ein paar Zusatztage einplanen.
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